Erfolgreiche Allschwiler Kunststoffsammlung

04.06.2018

Im zweiten Jahr seit der Einführung der separaten Kunststoffsammlung hat die Allschwiler Bevölkerung 2017 135 Tonnen Kunststoffabfälle gesammelt. Diese Beteiligung ist ausserordentlich gross und die Kosten können über die Gebühren gedeckt werden. Eine eigens in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, dass die Allschwiler Kunststoffsammlung sinnvoll ist.

Gegen 5000 Kunststoffsammelsäcke mit über 5 Tonnen Kunststoff werden alle zwei Wochen an den Allschwiler Strassen zur Abfuhr bereitgestellt und von der Firma Lottner abgeführt. Allein im Jahr 2017 sind so 135 Tonnen zusammengekommen. Über 4000 von insgesamt 11‘000 Haushalten beteiligen sich also am Kunststoffrecycling und ermöglichen es, dass über 80 Tonnen Kunststoffabfälle anstatt verbrannt zu neuen Produkten verarbeitet werden. Der Gemeinderat Allschwil zieht deshalb nach Abschluss des zweiten Jahres eine positive Bilanz; vor allem auch deshalb, da die neue Dienstleistung praktisch vollumfänglich aus den 72 Rappen pro Sammelsack finanziert werden kann.  

65 Prozent Recycling
Die bestehende Lösung mit der Firma Vogt Plastic in Rheinfelden (D) überzeugt und soll beibehalten werden. 65 Prozent der in Rheinfelden verwerteten Kunststoffabfälle werden zu neuen Rohstoffen für die Industrie verarbeitet. Das bedeutet, dass von den 135 Tonnen eingesammelten Allschwiler Kunststoffen 81 Tonnen als Rohstoff der verarbeitenden Industrie zur Herstellung von Kunststoffneuware und 3.5 Tonnen Papier und 3.7 Tonnen Metalle dem Recycling zugeführt werden konnten. 34 Tonnen sind Reststoffe, welche sich nicht aufbereiten lassen und als Ersatzbrennstoff z. B. an Zementwerke geliefert werden. Rund 13 Tonnen sind Restfeuchte aus den Behältnissen, welche als Feuchteverluste bilanziert werden.

Studie bestätigt Umweltnutzen
Eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene Ökobilanzstudie zeigt, dass die gemischte Kunststoffsammlung einen etwas höheren Umweltnutzen hat als die energetische Nutzung in der KVA Basel, wo der Kunststoff ansonsten zusammen mit dem Kehricht verbrannt würde. Die Studie zeigt auch, dass sich der Umweltnutzen der gemischten Kunststoffsammlung pro Tonne Sammelware in der Grössenordnung der Altglas-Sammlung bewegt. Im Verhältnis zu den meisten seit Jahrzehnten etablierten Separatsammlungen (wie zum Beispiel Alu-Recycling) ist der Nutzen klein. Der Bericht bezeichnet das Kunststoffrecycling in Allschwil als sinnvoll, weil der ökologische Zusatznutzen des Recyclings in Zukunft zunehmen wird. Zudem ist zu erwarten, dass die Sammelmengen und die Recyclingquote weiter steigen werden.

Festhalten an der bestehenden Lösung
Da andere Verwertungslösungen in der Schweiz keinen nennenswert besseren Nutzen bringen und teurer sind, hält der Gemeinderat an der bestehenden Lösung mit Vogt Plastic fest. Der Grund liegt darin, dass in deren Recyclingwerk mehr Kunststoff für die Wiederverwendung erhalten bleibt. Ausserdem ist Vogt Plastic nicht nur ein Sortierwerk, sondern auch eine Verwertungsanlage, welche das Regranulat selbst herstellt und von der Annahme über die Sortierung bis zur Herstellung von Regranulat den Verlauf und damit den Verbleib des Abfalls belegen kann.

Der Gemeinderat

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